1996 – 2016

20 Jahre

Karlsterner-Hexenzunft e.V.

 

 

           

Karlsterner-Hexenzunft

1996 e.V.

Mannheim-Gartenstadt

 

Jedem zur Freud

Niemand zum Leid

 

 

Unser Luzifer, dargestellt vom 1.Zunftmeister Markus Schüpferling, misst mit Hörnern und Pferdefuß schlappe 2,20 m. Kein Wunder, dass so manches Weib (und auch einige Männer) mächtig Mores vor ihm haben und flugs die Flucht ergreifen, wenn er grimmig auf sie herab blickt. 

 

Auch die Hexennovizen haben so einiges zu fürchten, denn die Lehrjahre einer Hexe sind nicht einfach.

 

Wer eine Karlsternhexe werden will, muss gebildet sein und sollte sich erst einmal kundig machen über die Bedeutung des Wortes Fasnacht oder Fastnacht und dessen Ursprung. Das oberdeutsche Wort Fastnacht und das niederdeutsche Wort Fastlovend bezeichnen den Vorabend der Fastenzeit. Das aus dem bayrischen stammende Fasching oder Faschang ist von Vastschanc abgeleitet und bedeutet die Verabreichung eines Fastentrunkes. Karneval wird abgeleitet vom lat. carnelevale-Fleischentzug oder etwas witziger ausgedrückt carne vale-Fleisch lebe wohl.

 

Nun genug der Theorie, denn jede Hexe beginnt ihre Karriere mit dem Schreien. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder schreien wollte wie ihm sein Schandmaul gewachsen ist. Ganz wichtig ist es den Hexenschlachtruf „Alla Hopp“ in gemeinsamen Schreiübungen zu erlernen. Dazu treffen sich die Hexen einmal im Monat am Karlstern.

So ein Hexenazubi hat es nicht leicht, muss er doch in seinen Anfangsjahren für die Verpflegung der Althexen sorgen -kostenlos versteht sich- ihre Besen putzen und die Strohschuhe lüften.

 

Ganz wichtig, das Grimassen schneiden unter den Masken ist verpönt, sieht ja doch keiner.

 

Und bei den Umzügen vermeiden wir es den Fachnarren nachzueifern, wenn sie die Honoratioren tonnenweise mit Gutsel bewerfen und vor der Ehrentribüne noch lauter jubeln, eine Hexe bleibt ihrer Zunft treu, treibt ihren derben Schabernack und grinst doch ab und zu unter der Maske. Wer alles hier für bare Münze nimmt, ist selber schuld.